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torsdag, mai 05, 2011

I godt selskap!

Det kom en brun konvolutt fra Hamburg. Avsender? Gabriele Haefs. Inni lå litteraturtidsskriftet «Decision» - som utkommer fire ganger hvert år. En av mine tekster er med. Og den er i så godt selskap at det er morsomt. De andre som har skrevet en tekst er bl.a. Ari Behn, Ingvar Ambjørnsen, Hans Petter Blad, Vigdis Hjorth, Elin Trollerud, og Jon Michelet.

Min tekst heter «Arsch». Oversatt fra den norske «Drittsekk» - som du kan se en opplesning av her. Originalen finnes selvfølgelig også i boka «Du». Om du vil, kan du jo også våge deg på den tyske versjonen:

Arsch

«Wie deine Mutter kaute, Peter. Wie sie aß, wie sie es genoß, das Essen zu verschlingen, das sie selbst gekocht hatte, wie sie sich das Graubrot in den Mund stopfte, während wir alle dort saßen, während wir alle zusehen mußten, wie sie sich das Essen in den Mund stopfte und es darin herumschob, grob, ausgiebig, langsame Runden mit der Zunge durch die Mundhöhle, demonstrativer Genuß. Ihr eigenes Brot. Der körperliche Genuß, den sie an den Tag legte, wenn sie aß, was sie selbst gebacken hatte, worauf sie so stolz war, wozu sie den Vormittag benutzt hatte, dieses Brot und sechs andere, die neben den Kochplatten auf einem Rost lagen. Daß sie sich vorzeigte, daß sie in eurer Küche saß, in ihrer Küche, und demonstrierte, welch grandiose Bäckerin saftiger Brote sie doch sei. Was hast du gedacht, wenn du sie dann sahst? Ich weiß, was du gedacht hast, du hast sie bewundert, du schwollst an bei diesem Anblick, es sah aus wie eine Liebkosung, die Art, wie du sie angesehen hast, hungrig, fast lustvoll, während sie dort saß und aß. Ist es da ein Wunder, daß du so geworden bist? Ein Wunder, daß du die Kontrolle an dich gerissen hast, herumkommandiert, daß du uns andere herumgescheucht hast, daß du zynisch wurdest? Das hast du am Essenstisch gelernt, das hast du von deiner Mutter gelernt, wenn sie da saß und sich in Selbstverliebtheit wegen dieses phantastischen Brotes suhlte, dieses widerlichen widerlichen Brotes, das sie sich in den Mund gestopft hatte, um das sie einen Schmollmund geformt hatte, die Brotkrümel in ihrem Mundwinkel, die weiße Spucke auf ihrer Zungenspitze, sie verknetete das Brot im Mund zu einem Teig, während sie den Blick um den Tisch herumwandern ließ, wie um sich davon zu überzeugen, daß sie unser aller Aufmerksamkeit in ihrer hohlen Hand hatte, während sie aß, während sie Teig aus ihrem eigenen Essen machte. Ist es da ein Wunder, daß du ein Arsch geworden bist?»

Übersetzung aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs.

torsdag, desember 09, 2010

På tysk, for faen!


Her om dagen landa det i postkassa, det belgiske litteraturmagasinet «KRAUTGARTEN» - et halvårlig tidsskrift som fungerer som et «Forum für junge Literatur». Jeg visste godt at det skulle komme, men da det først lå der og jeg så et litt for velkjent glis under overskriften «Autoren» ... vel, hva kan jeg si? Fytti rakker'n så kult å finnes på tysk også! Det dreier seg om to fortellinger fra «Du», en som heter «Jobben din» og en som heter «Sommerjobb». Tekstene er oversatt av Gabriele Haefs. Og med hennes tillatelse legger jeg ut den ene - «Sommerjobb» - her, for de tyskkyndige. Om bloggen plutselig skulle gå hen og bli poppis på kontinentet, kommer helt sikkert den andre også!

Dein Job
THOMAS J.R. MARTHINSEN

Später sprachen wir über deinen Job, Else-Marie. Anfangs zögertest du ... Wir hatten vielleicht beide sechs Halbe getrunken, wir hatten die meisten Themen durch, hatten sie ausgemalt, mit breitem, ehrlichen Pinsel, und nun erkundigte ich mich also nach deinem Job. Danach, wie es ist, das hier, Leben zu retten oder jedenfalls die Leben zu erleichtern, die fast vorüber sind. Ich fragte, ob du schon viele habest sterben sehen. Ob ich schon viele Tote gesehen habe?, fragtest du. Nein, sagte ich, ich meine den Übergang, hast du jemanden sterben sehen? Ja, sagtest du, mehrere sogar. Du scheinst dich sehr für den Tod zu interessieren, sagtest du. Ich weiß nicht, sagte ich, aber es fasziniert mich, alles läuft doch darauf hinaus, wir wissen doch nichts darüber, niemand von uns, obwohl wir wissen, daß er kommt. Du sahst mich an, dann sagtest du: Irgendwer hat einmal gesagt, daß wir einsam geboren werden und einsam sterben, egal, ob du die ganze Familie um dich herum hast, du bist doch mutterseelenallein. Ja, sagte ich. Dann fingst du an, über schmerzstillende Mittel zu reden, daß man lieber zuviel Morphium gibt als zu wenig. Du sagtest, daß die meisten sogar durch die Medikamente sterben. Passive Sterbehilfe, sagtest du. Ich stellte irgendeine Frage nach diesen Medikamenten, wie man sie nimmt. Du sahst mich an, zögertest, ehe du sagtest: Intramuskulös oder intravenös. Du sahst plötzlich aus, als ob du Angst hättest, mich zu langweilen. Als ob das, wovon du erzähltest, Hautschichten und unterschiedliche Wirkung von schmerzstillenden Mitteln, mich langweilte. Deshalb beugte ich mich über den Tisch vor, schob das Bierglas ein wenig nach rechts, und dann sagte ich: Ich frage das nicht aus Höflichkeit. Ich frage, weil ich es wissen möchte. Das schien dich zu wärmen, du lächeltest erleichtert, ein kleines Seufzen. Und ich dachte an deine Unterlippe, sie sah plötzlich so naß aus, du feuchtetest sie mit der Zunge an, garantiert unbewußt, und nun redetest du über Tod und Exkremente und Insulin, und ich hörte mir alles an und zugleich bewunderte ich einfach nur diese nasse Stelle, ein bißchen heller, heller als der Rest der Haut, diese helle Haut auf deiner Unterlippe. Sie war irgendwie nicht ganz lippenfarben, sie sah aus wie gebleicht. Ja, diese Lippe sah ein bißchen ungewaschen aus. Das war einfach wunderschön. Dann sagtest du, denn du mußt gemerkt haben, daß ich ein wenig in meinen Gedanken versunken war: Du siehst traurig aus. Traurig?, sagte ich. Ja, traurig, du siehst traurig aus.

Übersetzung aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs

Hei!

Her skriver forfatteren og journalisten Thomas J.R. Marthinsen. Oppvokst i Sandefjord, bosatt i på Fyn i Danmark. Skriver nyhetsbrevet Hundre prosent.


Siste utgivelse: "Vi" (2023)

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2007 er tatt av lufta.


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La oss snakke om 22. juli av Thomas J.R. Marthinsen
"Vi" er en novellesamling. På nynorsk. Nettopp utkommet!
La oss snakke om 22. juli av Thomas J.R. Marthinsen
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"La oss snakke om 22. juli" er en sakprosabok for barn som handler om terrorangrepene 22. juli 2011. Målgruppe? 9-99 år.